Heavy Präzipress 120 Turban

Für das Wiederladen sind verschiedene Einzelladepressen im Handel verfügbar, welche sich in Form und Funktion stark unterscheiden. Die Bauart und die qualitative Ausführung entscheidet über den Präzisionsgrad der Presse. Eine sehr hochwertige, wenn nicht die hochwertigste Presse ist die Presse Präzipress von Turban. Es gibt drei Modell, welche sich durch Bauart und Größe unterscheiden. Die mittlere Presse 120 soll hier vorgestellt werden.

 

Hinweis:

Es ist eine neue Videoreihe zum Wiederladen gestartet: Präzision Wiederladen – Teil 1 Ausrüstung

 

 

Heavy Präzipress 120 Technische Daten

  • Ausführung 3 Säulen
  • Hubhöhe 120 mm
  • Aufnahme in der Kopfplatte 1 ½ x 12 UNF , Adapter auf 1 ¼ x 12 UNF und 7/8 x 14 UNF dabei
  • Aufnahme für Standarthülsenhalter
  • bis .0338 Lapua Magnum kann bequem geladen werden

 

Vorteile der Presse laut Hersteller

  • Maximale Zentriergenauigkeit zwischen Pressenstempel und Matrize
  • Symetrischer Aufbau , lineare Übertragung der Pressenkraft auf die Hülse , kein Kippmoment möglich
  • Beidseitigen massiver Endanschlag im oberen Totpunkt für absolut gleichmässige Setztiefe und Verschlussabstand, kein Überschnappen, kein Auffedern, kein Umkehrspiel
  • Die Zündhütchen werden durch ein Rohr nach unten in einen Behälter entsorgt
  • Pressenhebel kann rechts oder links montiert werden
  • Alle Kanten sauber verrundet , hochwertige Industriebrünierung
  • Wellen geschliffen und hartverchromt
  • Alle beweglichen Teile in austauschbaren Bronzebuchsen gelagert
  • Exakte Fixierung der Hülsenhalter durch gehärtete , gefederte Kugelbolzen

 

Der Preis liegt bei ca. 860 Euro und ist sicher kein Schnäppchen aber entspricht der Fertigungsqualität.

 

Aufbau der Presse und Tischverstärkung

Die Presse wird mittels dreier Schrauben am Tisch befestigt. Bei dicken Platten, z.B. bei einer Aufdoppelung reichen die Schrauben von der Länge nicht aus und man muss neue Schrauben besorgen, welcher aber von der Kopfform passen müssen. Alternativ kann man Sacklöcher in die Platte bohren und die Muttern versenken. Das funktioniert ebenfalls und ist stabil genug. Wichtig ist, dass der Montagetisch oder die Werkbank nicht herum wackelt und alles fest montiert ist. Wer einen Tisch benutzt, sollte eine zusätzliche schwere Platte aufdoppeln und gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass die Beine feste Verstrebungen erhalten.

 

Presse ist stabil befestigt und einsatzbereit

 

Einsatz in der Praxis

Vor dem Kauf gab es die Frage, ob die Säulen der Presse bei der Arbeit stören würden – das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Presse auf der rechten Arbeitsseite aufgebaut ist ist das arbeiten vollständig frei möglich, ohne das eine Säule im Weg wäre. Die Hülsen werden beim Kalibrieren von der Seite in den Hülsenträger eingesetzt und beim Geschoss setzen, wird von links die Hülse und von rechts gleichzeitig das Geschoss eingesetzt.

Der Hebel der Presse ist schön groß und dadurch einfach zu handhaben. Alles bewegt sich perfekt und ohne ein fühlbares Spiel. Wenn präzises Ausgangsmaterial und gute Matrizen eingesetzt werden, dann ist die hergestellte Patrone sehr genau gefertigt. Längenabweichungen kommen nur durch unterschiedliche Geschossformen zustande und die Rundlaufabweichung liegt im Bereich von 1-2 Tausendstel Zoll.

 

Einschraubadapter für verschiedene Matritzengrößen

 

Die beigefügten Adapter sorgen dafür, dass jede Matritze eingesetzt werden kann. Das entsprechende Werkzeug liegt bei und ein Austausch ist schnell erledigt. Mit dieser Presse sollte man Benchrestmatritzen benutzen, um die Präzision auszunutzen.

Die Größe der Presse ist ausreichend für Patronen des Kalibers .338 LM. Weniger Platz dürfte auch nicht sein – das etwas kleinere Modell ist dafür kaum ausreichend. Die .338 LM lässt sich ohne anzuecken mit einem aufgesetztem Geschoss einsetzen.

 

eingesetzte .338 LM

 

Auch für das Entzündern wurde mitgedacht und unter der Presse ein leicht abschraubbarer Behälter angebracht. Insgesamt lässt es sich mit der Presse hervorragend arbeiten.

 

starke Führungssäulen verhindern ein Verziehen

 

Die eingesetzten Lager sind wartungsfrei – man sollte nur dafür sorgen, dass die Säulen nicht verdreckt sind, z.B. durch Metallspäne der Hülsen.

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