{"id":1363,"date":"2010-01-31T09:06:24","date_gmt":"2010-01-31T07:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=1363"},"modified":"2015-12-30T18:48:38","modified_gmt":"2015-12-30T16:48:38","slug":"fotolabor-dunkelkammer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/fotografie\/fotolabor-dunkelkammer-1363\/","title":{"rendered":"Fotolabor Dunkelkammer"},"content":{"rendered":"<h3>Die Dunkelkammer im Selbstbau<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1328\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02.jpg\" alt=\"fotografie_labor_02\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Warum Filme und Fotos selbst entwickeln?<\/h3>\n<p>Das digitale Fotografieren ist schnell, effizient und preiswert. Ist das Bild erst einmal im Kasten, folgt der Postprozess &#8211; die Nachbearbeitung am Computer. Der Wei\u00dfabgleich wird angepasst, Kontraste verbessert und die Belichtung hinger\u00fcckt. Auch Farben werden manipuliert. Wer seine Bilder pr\u00e4sentieren m\u00f6chte, braucht schon etwas l\u00e4nger f\u00fcr diese und andere Bearbeitungsschritte. Dazu kommt das Aussortieren, verwalten, einordnen, beschriften und sichern. Diese Nacharbeiten muss man alle am Computer erledigen, so dass eine Menge Zeit vor dem Display vergeht.<br \/>\nDas hat mich gest\u00f6rt. Etwas anderes hat mich aber noch mehr gest\u00f6rt: die Bilderflut. Wenn ein Bild nichts mehr kostet (au\u00dfer Bearbeitungszeit und Speicherplatz), dr\u00fcckt man schon einmal schneller auf den Ausl\u00f6ser. Man kann das Bild ja wieder l\u00f6schen. Die Auswahl wird nicht mehr so akkurat vorgenommen &#8211; ich fing an nur noch zu knipsen. Da wollte ich auch wieder heraus.<br \/>\nEine M\u00f6glichkeit bot die analoge Fotografie. Ich trennte also Hobby von Arbeit und stellte mich wieder um auf analoge Bearbeitung. Der digitale Prozess bleibt der Arbeit vorbehalten. F\u00fcr den analogen Prozess wollte ich jedoch auch die volle Kontrolle &#8211; also blieb mit vertretbarem Aufwand (f\u00fcr mich) nur die SW-Technik \u00fcbrig. Die Folge: eine Dunkelkammer musste eingerichtet werden. Da ich vor 10 Jahren das letzte Mal das Licht in einer Dunkelkammer ausschaltete, hie\u00df es nun von vorn anzufangen. Hier nun meine Tipps zur Einrichtung einer Dunkelkammer auf kleinstem Raum mit den Erkl\u00e4rungen, warum ich mich genau f\u00fcr diese Ausr\u00fcstung entschieden habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Raum<\/h3>\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, einen kleinen Raum mit Wasseranschluss zur Verf\u00fcgung zu haben (ehem. WC). Der Raum ist sehr klein (2,00&#215;1,80m), reicht aber dennoch aus f\u00fcr alle Arbeiten. Folgende Bedingungen sind Voraussetzung f\u00fcr ein entspanntes Entwickeln:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Wasser- und Abwasseranschluss (es geht auch ohne, ist dann aber unbequem)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Stromanschluss 230V, m\u00f6glichst FI-abgesichert<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">gen\u00fcgend Arbeitsfl\u00e4chen (wasserabweisend)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Entl\u00fcftung (sehr wichtig wegen der Chemikaliend\u00e4mpfe!)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der letzte Punkt wird oft \u00fcbersehen aber er ist sehr wichtig. Eine Entl\u00fcftung sollte unbedingt m\u00f6glich sein (Fenster oder L\u00fcfter). Meine Dunkelkammer hatte Strom, Wasser und die Entl\u00fcftung, war also sehr gut geeignet. Der Rest fehlte jedoch, dazu kam, das diverse Sanit\u00e4robjekte nicht entfernt werden konnten. Also half nur Selbstbau. Die Fliesen durfte ich ebenfalls nicht durchl\u00f6chern, musste also etwas bauen, was selbst\u00e4ndig steht. Ich habe dann mehrere Entw\u00fcrfe geplant (einfache Skizzen), um eine optimale Platzausnutzung zu erreichen. F\u00fcr die Sitz\/Stehfl\u00e4che habe ich den Platz an der T\u00fcr gew\u00e4hlt, weil er durch die nach innen zu \u00f6ffnende T\u00fcr sowieso schon belegt war. Es musste gerade so viel Platz bleiben, damit ich bequem rein und raus komme. Den restlichen Raum habe ich mit Arbeitsplatten ausgebaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Bau des Labors<\/h3>\n<p>Ausgangslage mit den sanit\u00e4ren Einbauten<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1335\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_a.jpg\" alt=\"fotografie_labor_bau_a\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_a.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_a-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Bau des Gestells &#8211; Arbeitsplatte aus beschichtetem Sperrholz (15mm)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1336\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_b.jpg\" alt=\"fotografie_labor_bau_b\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_b.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bau_b-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Arbeitsplatten komplett und teilweise eingerichtet<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1327\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_01.jpg\" alt=\"fotografie_labor_01\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_01.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_01-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>arbeitsf\u00e4hig<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1328\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02.jpg\" alt=\"fotografie_labor_02\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_02-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nIm oberen Bereich habe ich noch H\u00e4ngeschr\u00e4nke (alte aus der K\u00fcche) eingebaut, um die Papiere und Kleinger\u00e4tschaften zu verstauen. Insgesamt war der Umbau recht preiswert, da nur einige H\u00f6lzer und die Arbeitsplatten aus beschichtetem Sperrholz notwendig waren. Noch eine Kiste Schrauben und das war schon alles. F\u00fcr den Papierwascher habe ich einen Adapter auf den vorhandenen Wasserhahn geschraubt und kann nun die Gardenaschl\u00e4uche einfach anklicken.Beim Filmentwickeln w\u00e4ssere ich nach der angepassten Ilford-Methode und ben\u00f6tige nur 2 Liter.<br \/>\nDie Abdichtung der T\u00fcr habe ich mit einem Vorhang gel\u00f6st (eine Seite mit Tape angeklebt, andere Seite und oben mit kleinen Aufh\u00e4ngern).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Technik im Labor<\/h3>\n<p>Nachfolgend liste ich die einzelnen Ger\u00e4tschaften auf . Es gibt zu jedem Ger\u00e4t nat\u00fcrlich viele Alternativen. Preislich ist die Einrichtung einer Dunkelkammer heute kein Problem mehr, da viele Amateure ihre Ger\u00e4te verkaufen und auch viele professionelle Labore oder Schullabore aufgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vergr\u00f6\u00dferer (Fujimoto 450M-C)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1341\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_fujimoto_a.jpg\" alt=\"fotografie_labor_fujimoto_a\" width=\"150\" height=\"200\" \/><br \/>\nHeiland SPLITGRADE\u00ae Controller<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1346\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_heiland_a.jpg\" alt=\"fotografie_labor_heiland_a\" width=\"150\" height=\"200\" \/><br \/>\nRotationsprozessor CPE2 Plus inkl. Lift + Trommeln<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1339\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_cpe_a.jpg\" alt=\"fotografie_labor_cpe_a\" width=\"300\" height=\"200\" \/><br \/>\nJobo Autolab ATL 500<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1334\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500.jpg\" alt=\"fotografie_labor_atl500\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nSchalen, Wascher, Thermometer, Flaschen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1348 size-medium\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_negativ_02-300x200.jpg\" alt=\"fotografie_labor_negativ_02\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_negativ_02-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_negativ_02.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Trichter, Me\u00dfbecher, Mensuren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Vergr\u00f6\u00dferer &#8211; Fujimoto 450M-C<\/h3>\n<p>Der Vergr\u00f6\u00dferer ist wohl eines der wichtigsten und gr\u00f6\u00dften Ger\u00e4te in der Dunkelkammer. Wer keine Farbentwicklung vorhat, kann sich f\u00fcr Kondensor- oder Mischlichtvergr\u00f6\u00dferer entscheiden. Erstere sind nur f\u00fcr den SW-Prozess geeignet. Kondensorger\u00e4te sollen sch\u00e4rfere Prints erzeugen, daf\u00fcr aber Fussel u.\u00e4. deutlicher abbilden. Beim Kondensorger\u00e4t braucht man meist f\u00fcr verschiedene Negativformate auch unterschiedliche Kondensorlinsen, bzw. zumindest die f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Negativformat. Das Negativformat bestimmt auch die Gr\u00f6\u00dfe des Ger\u00e4tes. Wer nur KB entwickeln m\u00f6chte, kann sich also f\u00fcr einen KB-Vergr\u00f6\u00dferer entscheiden. Hier ist die Auswahl auch am gr\u00f6\u00dften und die Preise sind relativ niedrig. F\u00fcr Mittelformat oder Gro\u00dfformat m\u00fcssen dann gr\u00f6\u00dfere Ger\u00e4te her. Die Auswahl ist hier deutlich geringer, daf\u00fcr steigt bei einigen Ger\u00e4ten die Qualit\u00e4t deutlich an. Wichtig ist neben der guten Ausleuchtung die Parallelit\u00e4t von Negativb\u00fchne und Grundbrett. Au\u00dferdem darf die S\u00e4ule nicht schwingen. Je stabiler das Ger\u00e4t um so besser. Daher habe ich mich f\u00fcr einen 4&#215;5&#8243;-Vergr\u00f6\u00dferer entschieden. Dieser ist extrem stabil gebaut, alle Bedienungselemente sind \u00e4u\u00dferst stark ausgef\u00fchrt und vor allem aus Metall. Im SW-Prozess wird man mit verschiedenen Gradationen arbeiten und hier macht ein Gradationsmodul (Multikontrastmodul) oder ein Farbkopf sehr viel Sinn. Man kann dann mit Gradationswandelpapieren arbeiten und kommt sehr viel schneller und einfacher zu seinem Abzug. F\u00fcr mich stand daher fest, dass nur ein Farbkopf in Frage kommt (bzw. ein Multikontrastmodul). Alle Kondensorger\u00e4te fielen damit aus. Mit diesen h\u00e4tte ich Filter in einer Filterschublade nutzen m\u00fcssen, was mir zu viel Aufwand war. Hier noch einmal die Entscheidungen, die zu treffen sind:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Negativgr\u00f6\u00dfe (KB oder MF oder GF)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Kondensor oder Mischlicht<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Filterschublade oder Farbkopf (bzw. Multigrademodul)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Gr\u00f6\u00dfe (je gr\u00f6\u00dfer, desto gr\u00f6\u00dfere Bilder auf dem Grundbrett m\u00f6glich)<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1345\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_fujimoto_e.jpg\" alt=\"fotografie_labor_fujimoto_e\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_fujimoto_e.jpg 400w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_fujimoto_e-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><br \/>\nDie n\u00e4chste Entscheidung gilt dem Objektiv. F\u00fcr KB werden in der Regel 50mm Brennweite genommen. Mittelformat arbeitet \u00fcblicherweise mit 80mm und GF geht ab 105mm los. Man kann auch mit 80mm Brennweite KB-Abz\u00fcge herstellen, kann dann aber nicht sehr gro\u00dfe Abz\u00fcge herstellen. Das Objektiv sollte erstklassig sein. F\u00fcr mich kamen daher nur Rodagone von Rodenstock in Frage, die auch nicht allzu teuer sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1364\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_objektiv_01.jpg\" alt=\"fotografie_labor_objektiv_01\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_objektiv_01.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_objektiv_01-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nIch habe mich aus vorgenannten Gr\u00fcnden f\u00fcr den Fujimoto entschieden. Vorteile: sehr stabil, GF bis 4&#215;5&#8243; m\u00f6glich, Farbkopf. Nachteile: etwas weiches Licht; z.Z. nur die 4&#215;5&#8243;-B\u00fchne, kein Splitgrademodul einbaubar, sperrig.<br \/>\nDie W\u00e4nde um den Vergr\u00f6\u00dferer sollten nicht wei\u00df sein, da sonst sehr viel Streulicht beim vergr\u00f6\u00dfern zur\u00fcck geworfen wird und die Bilder matschig werden. Ich hatte erst eine Stoffbahn gespannt, welche aber fusselte. Jetzt sind graue Kartons an die Fliesen geklebt, welche das Licht gut schlucken und auch nicht zu dunkel wirken. Damit man w\u00e4hrend des Entwickelns nicht im Dunkeln steht, muss man noch eine Dukalampe besorgen. Nicht jede Lampe ist f\u00fcr jedes Papier geeignet. Ein Schleiertest gibt letztendlich Sicherheit, ob die Lampe Auswirkungen hat oder nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Controller &#8211; Splitgrade von Heiland<\/h3>\n<p>Es geht aber <em>bedeutend<\/em> einfacher und schneller mit einem Controller von Heiland. Wenn er erst einmal eingetestet ist auf Film und Prozesse, dann kommt man direkter und preiswerter zu seinen Abz\u00fcgen. Ich kann so ein Ger\u00e4t nur empfehlen. Im einfachsten Fall reicht eine preiswerte Belichtungsuhr und man entwickelt \u00fcber Probestreifen seine Abz\u00fcge. Es gibt auch weitere Controller auf dem Markt. Vorteile des Heiland sind f\u00fcr mich:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">keine Probestreifen notwendig (spart Zeit und Geld)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Kontrast direkt ablesbar<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Belichtung und Kontrast einfach ver\u00e4nderbar<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">beste deutsche Qualit\u00e4t des Ger\u00e4tes und erstklassiger Service durch J\u00fcrgen Heiland und seine Mitarbeiter<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1366\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_splitgrade_01.jpg\" alt=\"fotografie_labor_splitgrade_01\" width=\"400\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_splitgrade_01.jpg 400w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_splitgrade_01-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Rotationsmaschine<\/h3>\n<p>Wer eine gleichm\u00e4\u00dfige und wiederholbare Filmentwicklung bevorzugt, wird sich auf eine Rotationsmaschine oder Kippprozessor konzentrieren. Der Kippprozessor TAS der Firma Heiland ist sehr sch\u00f6n aber leider auch teuer. Die Rotationsprozessoren von Jobo gibt es in verschiedenen Ausf\u00fchrungen und sind relativ preiswert. Die kleineren Prozessoren hei\u00dfen CPE und CPE2 (auch plus) und reichen f\u00fcr die Filmentwicklung v\u00f6llig aus. Wer auch Papiere in den Maschinen entwickeln will, kann auch zu den gr\u00f6\u00dferen Prozessoren CPP und CPA greifen (statt 30x40cm nun 40x50cm als gr\u00f6\u00dftes Ma\u00df). Die CPE gibt es auch mit einem Lift, was die ganze Sache noch komfortabler macht, da man nicht mehr Hand ein- und ausgie\u00dfen muss (nur noch nachgie\u00dfen). Die Prozessoren haben ein Wasserbad und werden elektronisch geregelt. Ich habe mich f\u00fcr den CPE2+ entschieden, da er von der Grundfl\u00e4che bedeutend kleiner ist als die gr\u00f6\u00dferen Ger\u00e4te CPP und CPA. Der Lift ist sehr praktisch und ich m\u00f6chte ihn nicht missen. Bei der Rotationsentwicklung soll die Sch\u00e4rfe des negativs geringer sein als bei Kippentwicklung. Ob sich dies auf den Prints auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Der Unterschied wird allenfalls in gro\u00dfen Ma\u00dfst\u00e4ben sichtbar sein (wenn \u00fcberhaupt). Der gro\u00dfe Vorteil der Prozessoren ist die immer gleichbleibende und daher wiederholbare Entwicklung. Nur so kann man seine Filme genau eintesten und wei\u00df auch, was nach der Entwicklung heraus kommt. Wer sparen will, kann aber auch mit der Dose in der Hand seine Filme entwickeln. Hierbei sollte man dann aber peinlichst auf die Zeiten und auf die gleichm\u00e4\u00dfigen Kippbewegungen achten. Leider ist man w\u00e4hrend der ganzen Zeit dann mit Kippen besch\u00e4ftigt und kann keine weiteren Dinge (wie Labor aufr\u00e4umen, Chemie f\u00fcr positivprozess vorbereiten usw.) machen. Hier die Vorteile auf einen Blick:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">gleichm\u00e4\u00dfige Entwicklung im temperierten Wasserbad<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">absolute Wiederholbarkeit (bei gleicher Chemie und Temperatur)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Chemie wird ebenfalls temperiert<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">mit Lift sehr bequem<\/span><\/li>\n<li><span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">Man kann im Prozessor auch Papiere entwicklen &#8211; ich bevorzuge aber die Schalenentwicklung bis 30x40cm Gr\u00f6\u00dfe. F\u00fcr die Entwicklung braucht man noch eine genaue Uhr. Am besten eigenen sich sogenannte Labortimer, welche auch recht preiswert zu finden sind.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1340\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_cpe_c.jpg\" alt=\"fotografie_labor_cpe_c\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_cpe_c.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_cpe_c-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das Autolab &#8211; ATL 500<\/h3>\n<p>Seit einiger Zeit bevorzuge ich das Autolab ATL 500 von Jobo. Nach einigen kleineren Reparaturen habe ich nun eine zuverl\u00e4ssige Maschine gefunden, die auch kleine Mengen verarbeitet. Die Maschine hat drei Tanks und l\u00e4sst sich beliebig programmieren. Die erste W\u00e4sserung erfolgt mit temperiertem Wasser. Manchmal ist das Ger\u00e4t etwas zickig &#8211; l\u00e4sst sich aber immer wieder zum Entwickeln \u00fcberreden \ud83d\ude09<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1334\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500.jpg\" alt=\"fotografie_labor_atl500\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_atl500-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sonstiges<\/h3>\n<p>Einige Dinge sind nicht unbedingt notwendig, vereinfachen aber den Prozess. Ich benutze zus\u00e4tzlich einen Filmtrockner von Jobo (sicherlich auch schon 20 Jahre alt) und einen Papiertrockner von Kaiser, damit ich die Bilder irgendwie schnell trocken bekomme. Die Durst Entwicklungsmaschine soll erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eingesetzt werden. Zur Zeit reicht mir die Schalenentwicklung aus. Zur Beurteilung der Sch\u00e4rfe beim Vergr\u00f6\u00dfern benutze ich einen Peak-Kornscharfsteller. Um die Negative und die Bildb\u00fchne zu s\u00e4ubern, habe ich mir einen Kamelhaarpinsel zugelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1361\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_trockner.jpg\" alt=\"fotografie_labor_trockner\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_trockner.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_trockner-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\nTrockner von Jobo f\u00fcr Filmstreifen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1338\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bilder_leine.jpg\" alt=\"fotografie_labor_bilder_leine\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bilder_leine.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_bilder_leine-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\ntrocknen auf der Leine oder im Schnelltrockner<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1359\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_sw_schritt_09.jpg\" alt=\"fotografie_labor_sw_schritt_09\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_sw_schritt_09.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_labor_sw_schritt_09-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Negative mit Beschwerung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dunkelkammer im Selbstbau &nbsp; Warum Filme und Fotos selbst entwickeln? 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