{"id":1966,"date":"2010-01-01T09:09:44","date_gmt":"2010-01-01T07:09:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=1966"},"modified":"2023-10-25T18:55:40","modified_gmt":"2023-10-25T16:55:40","slug":"the-leica-as-teacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/storys\/the-leica-as-teacher-1966\/","title":{"rendered":"the Leica as teacher"},"content":{"rendered":"<h3>Das Experiment &#8211; the Leica as teacher.<\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1965\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_startbild.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_startbild\" width=\"600\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_startbild.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_startbild-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das Experiment<\/h3>\n<p>Ich habe den Artikel von Mike Johnston gelesen: <a href=\"http:\/\/theonlinephotographer.typepad.com\/the_online_photographer\/2009\/05\/a-leica-year.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Leica as Teacher.<\/a><br \/>\nEr beschreibt hier folgendes Vorgehen:<br \/>\nMan nehme eine Leica, eine Festbrennweite und einen SW-Film seiner Wahl. Keinen Farbfilm, keine weiteren Kameras oder Objektive. Die Leica wird jeden Tag mitgenommen und in der Woche sollten sechs Filme belichtet werden (mindestens aber zwei). Es sollte m\u00f6glichst viel Zeit mit Fotografieren verbracht werden. Also \u00fcben, \u00fcben und nochmals \u00fcben. Von den Filmen werden jede Woche einige Arbeitsabz\u00fcge erstellt (ca. ein bis sechs Abz\u00fcge pro Film) und ab und zu auch mal ein gr\u00f6\u00dferes Format. Dabei sollen die Bilder nicht ver\u00e4ndert, sondern so wie sie aus der Kamera kommen abgezogen werden. Das Ganze dauert ein Jahr! Nach einem Jahr kann man ein Res\u00fcmee ziehen. Hat sich der Stil verbessert? Macht analoges Fotografieren Sinn?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Hier ein Auszug:<\/h4>\n<p><em>&#8222;At the end of your year, sell the Leica and go back to doing whatever you really want to do, whether it&#8217;s full-frame digital or a digicam and Potatochopping or whatever it is. I guarantee you will be a much better photographer after you finish the year than you were before you started. You just will be. It&#8217;s a promise.<\/em><\/p>\n<p><em>I&#8217;m not trying to be didactic or contrarian or provocative here. What I say is simply true.&#8220;<\/em><\/p>\n<div><em>Mike<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a title=\"Experiment street Verlauf\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=2727\">Hier geht es zum Verlauf des Experiments.<\/a><\/p>\n<h3>The Leica as Teacher &#8211; ein Kunstexperiment<\/h3>\n<p>Das schrieb ich im Januar 2010: Am 01.01.2010 habe ich angefangen. Eine <a title=\"Leica MP\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=538\">Leica<\/a> (MP), ein Objektiv (Summicron 50) und SW-Film (TMax 100 und 400). Ich werde ein Jahr nur diese Ausr\u00fcstung benutzen, so viel wie m\u00f6glich. Zehn Filme sind im ersten Monat belichtet. Es werden sicher mehr demn\u00e4chst. Bisher bin ich noch nicht zufrieden mit den Ergebnissen. Ich bin gespannt auf das Jahresende! Ab April habe ich das Summicron gegen ein Summilux getauscht, weil es eine Blende weiter \u00f6ffnet (gr\u00f6\u00dfte Blende 1.4). Die Brennweite blieb nat\u00fcrlich gleich (50mm).<\/p>\n<p>Jeden Monat erfolgt eine Auswahl von sechs\u00a0Bildern.\u00a0Ich werde jeden Monat w\u00e4hrend dieser Zeit also sechs Aufnahmen zeigen. Die Auswahl erfolgt durch mich und ist daher sehr subjektiv (wie alles bei diesem Experiment).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Warum eine Leica?<\/h3>\n<p>In dem Artikel beschreibt Mike, warum die Leica. Auf den Punkt gebracht: Wenn nach einem Jahr die Leica dann doch wieder verkauft wird, hat sie keinen oder nur einen marginalen Wertverlust gehabt. Hier sein statement dazu:\u00a0<a href=\"http:\/\/theonlinephotographer.typepad.com\/the_online_photographer\/2009\/05\/why-it-has-to-be-a-leica.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Why It Has To Be a Leica.<\/a><\/p>\n<p>Das war die <strong>Ausgangslage<\/strong>. Nach einem Jahr konnte ich ein Res\u00fcmee ziehen, denn ich habe dieses eine Jahr das Experiment vollst\u00e4ndig umgesetzt. Hier meine Auswertung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-531\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_leica_mp-3.jpg\" alt=\"fotografie_analog_leica_mp-3\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_leica_mp-3.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_leica_mp-3-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Leica MP<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Fazit: Ein Jahr Experiment: The Leica as Teacher.<\/h3>\n<p>Viele haben es nicht geglaubt. Es gab sogar Internetseiten, die die aufgegebenen Experimente aufgelistet haben. Dabei ist es nicht sonderlich schwer, ein Jahr lang nur eine Kamera und ein Objektiv zu benutzen &#8211; ok, die analoge Geschichte dabei ist dann doch noch etwas Anderes.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier einige Gedanken aufschreiben, die ich mitgenommen habe aus diesem Experiment. Ein wenig m\u00f6chte ich dies trennen in die Kamera, die <a title=\"Negativentwicklung s\/w\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=1370\">Filmentwicklung<\/a> und in meine Einstellung evtl. auch \u00c4nderungen bez\u00fcglich der Fotogrfafie.<br \/>\nEines vorweg: Kann ich nur jedem empfehlen und hat mir pers\u00f6nlich sehr viel gebracht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2269\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_arbeiter.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_dezember_arbeiter\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_arbeiter.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_arbeiter-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Kamera<\/h3>\n<p>Das Experiment sollte mit einer <a title=\"Leica MP\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=538\">Leica M <\/a>durchgef\u00fchrt werden, was mich angesichts der Preise erst einmal geschockt hat. Dazu ist die Leica eine Messsucherkamera &#8211; mit so Etwas hatte ich bisher fast nicht zu tun gehabt. Ich fotografierte bis dato fast ausschlie\u00dflich mit Spiegelreflexkameras, die Letzte war eine digitale Canon 5D mit einigen L-Objektiven. Trotzdem wollte ich es wagen. Nach einiger Internetrecherche kristallisierte sich heraus, dass ich wohl erst einmal so ein Teil in die Hand nehmen sollte, bevor ich 1000 Euro plus Objektiv auf den Tisch lege. Eine Fahrt nach Hamburg brachte mich dann zum &#8218;Leica-Meister&#8216; und ich konnte einige Leicas bestaunen. Als Erstes fiel mir das doch sehr hohe Gewicht der Leica auf, das Zweite war der Messsucher der M6, die ich in der Hand hielt. Gar nicht so einfach dachte ich &#8211; dies sollte eine ganze Zeit so bleiben. Eine zuf\u00e4llig vorhandene gebrauchte <a title=\"Leica MP\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=538\">Leica MP<\/a> nahm ich dann auch noch in die Hand. Sie sollte mehr als das Doppelte der M6 kosten. Zwei Kaffee sp\u00e4ter war der Entschluss gefasst: die MP und ein 50er Summicron sollten es werden. Was ich da genau tat, wusste ich allerdings nicht. Nur eines tr\u00f6stete mich: die Leica-Teile verlieren nur ungern an Wert, also sollte sich eine Fehlinvestition in Grenzen halten. Die geschmeidige Mechanik der MP war aber auch schon ohne Bilder ein tolles Teil.<\/p>\n<p>Nun ja, die Leica war analog &#8211; also fehlten da noch ein paar Filme, die ich mir \u00fcber den Onlinehandel besorgte. Es war ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, die 20er Packung Tmaxe in der Hand zu halten &#8211; alte Erinnerungen kamen hoch. Wer Film einlegen einmal gelernt hat, der vergisst das nicht mehr. Die Leica bekam einen TMAX 100 verpasst und es konnte los gehen. Daneben kam noch ein <a title=\"Sekonic Studio Deluxe III\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=467\">Belichtungsmesser<\/a> zum Einsatz, denn ich traute der Belichtungsmessung anfangs nicht \u00fcber den Weg. Sp\u00e4ter merkte ich, dass der Belichtungsspielraum der sw-Filme doch sehr gro\u00df war und das Sch\u00e4tzen der Belichtung auf eine Blendenstufe genau ist heute f\u00fcr mich kein Problem mehr.<\/p>\n<p>Ich m\u00fchte mich redlich, doch das Scharfstellen mit dem Messsucher geht halt nicht so schnell, wie mit einem AF. Also Zeit lassen und bei schnellen Bildern eben die Entfernung vorher sch\u00e4tzen und so einstellen, dass der scharfe Bereich um diese Entfernung zu liegen kommt. Bis heute bleiben dabei unscharfe Bilder nicht aus. Das zwingt zu einer ruhigen Scharfstellung und hilft die Schnellsch\u00fcsse zu vermeiden. Wenn es sehr dunkel ist, l\u00e4sst sich mit dem Messsucher jedoch auch noch gut scharf stellen und so langsam habe ich mich an den Schnittbildentfernungsmesser gew\u00f6hnt. Da ich ein 50er Objektiv gew\u00e4hlt habe, ist es mit dem Tiefensch\u00e4rfebereich ja nicht weit her. Bei dem 35er oder gar 28er Objektiv sieht das ganz anders aus. Das habe ich aber erst letzte Woche erfahren d\u00fcrfen. Das wiederum hat meine Entscheidung im Nachhinein best\u00e4tigt, ein 50er zu nehmen, denn mit diesem Objektiv muss man ordentlich scharfstellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2260\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_november_warne1.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_november_warne1\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_november_warne1.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_november_warne1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Die Kombination aus dem hochge\u00f6ffneten 50er Summilux, welches ich mir ein paar Monate sp\u00e4ter kaufte und der Leica M, welche bis zur 1\/8 Sekunde noch handhabbar ist, er\u00f6ffnete mir mit dem 400er Film jede Menge M\u00f6glichkeiten. Ohne Stativ waren nun auch n\u00e4chtliche Szenen machbar und das ohne farbiges Pixelrauschen. Ok, es war nat\u00fcrlich sw &#8211; aber in einer guten Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zum Anfang war es ungewohnt, die Kamera immer dabei zu haben &#8211; nach einigen Monaten hatte ich mich dran gew\u00f6hnt und es nicht mehr als st\u00f6rend empfunden, wenn ich in der Mittagspause meine Kamera auf dem Tisch zu liegen hatte. Wenn Fragen kamen, ging es meist eh nur um die ungew\u00f6hnliche Kamera. Was ich daraus aber lernte, war der Umstand, dass man immer die M\u00f6glichkeit hat ein Foto zu schie\u00dfen. Viele M\u00f6glichkeiten zu guten street-Fotos (was immer das auch ist) gehen sonst an einem vorbei. Ich habe mich ein paar mal dabei erwischt, wie ich mich \u00e4rgerte, wenn ich die Kamera doch einmal nicht dabei hatte. Diese neue Angewohnheit werde ich wohl in nicht ganz so versch\u00e4rfter Form beibehalten, vor allem, wenn ich Neuland betrete.<\/p>\n<p>Fazit zur Kamera: Die MP ist einer meiner besten Kameras, die ich je hatte und ich werde sie auf keinen Fall wieder hergeben. Zusammen mit dem 50er Summilux und einem 28er Elmarit nin ich f\u00fcr meine Ambitionen ausreichend ausgestattet und werde sie weiterhin intensiv nutzen. Zum Gl\u00fcck habe ich mich gleich f\u00fcr die MP entschieden. Ich w\u00fcrde es immer wieder so tun!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2275\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_maedchen.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_dezember_maedchen\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_maedchen.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_maedchen-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Filmentwicklung<\/h3>\n<p>Nichts ist mehr digital &#8211; das war eine komplette Umstellung. Eine <a title=\"Fotolabor Dunkelkammer\" href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=1363\">Dunkelkammer<\/a> musste her, denn ich war ja komplett auf den digitalen Prozess eingerichtet. Da ich etwas Platz hatte, konnte ich sogar eine fest eingerichtete Dunkelkammer betreiben. Die Preise f\u00fcr Laborartikel waren seit Jahren im Keller, so dass ich eine sch\u00f6ne Einrichtung f\u00fcr relativ wenig Geld bekam. Trotzdem lepperte sich da etwas zusammen, denn einen guten Vergr\u00f6\u00dferer mit vern\u00fcnftigem Objektiv bekommt man nicht hinterher geworfen. Auch die Trommelentwicklungsmaschine wollte bezahlt werden und ein Trockner macht das leben im Labor leichter. Hier ein paar Kleinigkeiten und dort etwas Zubeh\u00f6r &#8211; nach einiger Zeit hatte ich eine sch\u00f6ne Dunkelkammer und nach dem Einstesten der Filme und Ger\u00e4te lief alles reibungslos. Heute habe ich immer noch den alten Vergr\u00f6\u00dferer und dazu ein Autolab 500, was die Arbeit sehr vereinfacht aber auch sehr wartungsintensiv ist. Gerade gestern ist wieder eine Pumpe verabschiedet worden &#8211; basteln muss man also auch m\u00f6gen. Mit der guten alten Dosenkippmethode w\u00e4re es aber auch gegangen. Die Dunkelkammerarbeit macht jedenfalls Spa\u00df und das hantieren mit der Chemie wird wohl ihren Zauber nie verlieren, denn wenn aus etwas Licht, Papier und Chemie ein Bild entsteht ist das schon ein spannender Prozess. Leider kosten Chemie und Papiere auch Geld, so dass ich heute Hybrid arbeite und nur von sch\u00f6nen Bildern auch Abz\u00fcge herstelle. Ich verarbeite die Negative in der Dunkelkammer und f\u00fcr&#8217;s Netz scanne ich die Negative mit einem Filmscanner. Das geht relativ problemlos und schafft auch mit preiswerten Scannern noch akzeptable Ergebnisse. Ausdrucke habe ich nicht ausprobiert und danach steht mir auch nicht der Sinn &#8211; wenn ich einen Papierabzug brauche, werden die Schalen angesetzt.<\/p>\n<p>Fazit zur Filmentwicklung: Ich finde diese Arbeit sehr entspannend, vor allem, weil man handwerklich t\u00e4tig ist und den kompletten Prozess analog gestalten kann. Ich werde weiterhin dabei bleiben und mein Labor nach und nach noch verbessern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2237\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_fernglas.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_oktober_fernglas\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_fernglas.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_fernglas-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Fotografie<\/h3>\n<p>Hat sich nun etwas ver\u00e4ndert in meiner Fotografie? Ich w\u00fcrde sagen: ja.<br \/>\nIch sehe viele Bilder ganz anders und vor allem unter Gesichtspunkten, die ich vorher nie beachtet habe. Das sind nicht einmal so sehr die technischen Eigenschaften eines Bildes, sondern eher die Bildaussage und der Bildaufbau. Sch\u00e4rfe, richtige Belichtung oder auch der Kontrast sind etwas in den Hintergrund ger\u00fcckt. Die Situation im Bild ist f\u00fcr mich entscheidender geworden, das Bild muss eine Aussage haben (f\u00fcr mich). Durch die erstmalige Besch\u00e4ftigung mit der street-Fotografie habe ich gemerkt, dass ich zwanzig Jahre eher statische Elemente fotografiert habe und diese oft auch noch langweilig waren. Klar, tolle Landschaften, grafische Bilder, Tiere und Pflanzen haben ihre Berechtigung &#8211; das was Fotografie f\u00fcr mich erst wieder so richtig interessant gemacht hat, waren die Menschen. Sich bewusst damit auseinander zu setzen, wie man Menschen fotografiert, ohne dass diese anfangen zu posen und welche Aussage das Bild dann haben wird, war f\u00fcr mich eine der grundlegendsten Erkenntnisse dieses Experiments. Dass diese Fotografie sich nicht immer mit den heutigen Gesetzten deckt, war eine weitere Erkenntnis, die mich aber weniger beeinflusst hat (ich finde es nur schade, kann es aber verstehen). Das Erkennen einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Situation auf der Stra\u00dfe und die Umsetzung in einem Bild ist eine sehr schwierige Aufgabe, die sich nicht in einem Jahr lernen l\u00e4sst. Aber genau das ist \u00e4u\u00dferst interessant und sehr spannend. Ich habe innerhalb des Jahres viele Fotografen kennen gelernt, ob aus B\u00fcchern, per Netz oder pers\u00f6nlich und war erstaunt, wieviele gute Arbeiten existieren &#8211; man muss nur danach suchen. Die street-Fotografie ist schwer und immer eine Herausforderung und auch aus diesem Grund werde ich sie weiter verfolgen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2231\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_06.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_oktober_06\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_06.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_oktober_06-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Meine Schwerpunkte in der Fotografie haben sich eindeutig verschoben, mein Verst\u00e4ndnis von Fotografie hat sich stark gewandelt. Es lag sicher auch daran, dass ich mich viel intensiver mit den unterschiedlichen Gesichtspunkten besch\u00e4ftigt habe, angefangen mit der Geschichte der Fotografie und vor allem mit den Fotografen des letzten Jahrhunderts und der aktuellen Zeit. Viele B\u00fccher haben mir gezeigt, dass es mehr gibt als technische Raffinessen bei der Bildherstellung, tolle Kameras oder perfekte EBV-Techniken.<\/p>\n<p>Ein deutliches Ergebnis war auch die Erkenntnis, dass die Technik nur eine kleine Nebenrolle spielt. F\u00fcr den jeweiligen Einsatzzweck braucht man nat\u00fcrlich die Technik, die es m\u00f6glich macht, seine Bilder zu fotografieren. Aber das letzte Quentchen Sch\u00e4rfe oder Vignettierungsfreiheit sind doch eher ein Trugschluss als eine Hilfe. Das hat aber auch f\u00fcr mich die Erkenntnis gebracht, dass eine Leica zwar sch\u00f6n aber nicht notwendig ist. Interessant ist dabei auch meine Schreibe in Foren, da diese doch einen Wandel hin zu Bildbesprechungen und vor allem das Ansehen von Bildern gemacht hat. Klar gibt es auch bei mir noch technische Diskussionen, denn ich brauche vor allem die digitale Technik f\u00fcr meine Arbeit und ich mag hochwertige Fototechnik als Ingenieurskunst.<\/p>\n<p>Fazit zur Fotografie: Ich bin froh, dieses Experiment durchgef\u00fchrt zu haben und bedanke mich bei Mike f\u00fcr seinen Vorschlag. Es war das Beste, was mir in meiner fotografischen (Hobby)-Laufbahn passieren konnte und ich habe viel gelernt. Das doch vorhanden Tief in diesem Hobby vor einem Jahr und eine gr\u00f6\u00dfer werdende Lustlosigkeit hat sich in Luft aufgel\u00f6st. Was ich mal wieder festgestellt habe: Man muss es nur tun &#8211; dann aber richtig!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2202\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_september_05.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_september_05\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_september_05.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_september_05-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wie geht es weiter?<\/h3>\n<p>Wie bisher. Einfach fotografieren, viel sw, viel analog, viel street. Ein neues Objektiv werde ich ausprobieren (das 28er) und mal einen anderen Entwickler. Ich werde mein ATL mal \u00fcberholen und endlich mal wieder sch\u00f6ne Abz\u00fcge entwickeln. Die digitale Canon 1Ds wird f\u00fcr die obligatorischen Familienfotos auf gr\u00f6\u00dferen Festen und f\u00fcr die Kalenderfotos herhalten m\u00fcssen \ud83d\ude09<br \/>\nAnsonsten werde ich den Diafilm wiederbeleben und freue mich schon auf die ersten Diaschauen mit meinem alten Kodak Ektapro &#8211; und wenn es nur f\u00fcr mich ist\u2026 (hab ich bis heute aber nicht geschafft).<\/p>\n<p>Mit Schneesturm, verschneiten und geschlossenen Stra\u00dfen hat das Experiment begonnen &#8211; mit einem Winterbild soll es zu Ende sein.\u00a0Ich bedanke mich bei allen Lesern f\u00fcr die vielen Zuschriften und die Hilfe bei meinem Experiment!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2279\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_wald.jpg\" alt=\"fotografie_analog_street_experiment_dezember_wald\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_wald.jpg 600w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fotografie_analog_street_experiment_dezember_wald-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Experiment in voller L\u00e4nge folgt demn\u00e4chst.<\/p>\n<p>Wer dran bleiben will, sollte den RSS-Feed aktivieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Experiment &#8211; the Leica as teacher. &nbsp; Das Experiment Ich habe den Artikel von Mike Johnston gelesen: The Leica as Teacher. 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