{"id":4941,"date":"2015-08-18T09:57:00","date_gmt":"2015-08-18T07:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/?p=4941"},"modified":"2016-06-26T09:00:57","modified_gmt":"2016-06-26T07:00:57","slug":"der-unimog-435","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/fahrzeuge\/der-unimog-435-4941\/","title":{"rendered":"Der Unimog 435"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4942\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_01.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_revier_01\" width=\"560\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_01.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das etwas andere Wohnmobil<\/h3>\n<p>Warum einen Unimog als Wohnmobil? Jetzt k\u00f6nnten tausend Ausreden kommen, von wegen, man kommt \u00fcberall durch usw. aber das ist es nicht. Das Teil sieht gut aus und f\u00e4hrt sich sehr entspannt. Der Unimog hat mir einfach gefallen, deswegen ist er da. Taugt er als Ersatz f\u00fcr ein Wohnmobil. Jain. Wer Stehh\u00f6he und eine Dusche braucht, kommt damit nicht klar. Ansonsten hat er in meinen Augen nur Vorteile. Bis auf den Verbrauch \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Umbauten und Kosten sind weiter unten aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Basisfahrzeug<\/h3>\n<p>Die Basis f\u00fcr den Ausbau bildet eine Sanit\u00e4tskraftwagen der Bundeswehr. Der Unimog ist ja als Universalmotorger\u00e4t f\u00fcr Kommunen und Landwirtschaft\/Gewerbe entwickelt worden und nicht unbedingt eine sinnvolle Basis f\u00fcr ein Wohnmobil, denn einige Eigenschaften sprechen nicht daf\u00fcr, wie hoher Verbrauch, lautes Fahrger\u00e4usch, schlechte Platzausnutzung und niedrige Endgeschwindigkeit. Wer einen Unimog als Wohnmobil nutzt, sollte also darauf achten, dass er die sogenannten schnellen Achsen eingebaut hat, die ein etwas besseres \u00dcbersetzungsverh\u00e4ltnis in den Vorgelegegetrieben haben und somit den Wagen auf eine h\u00f6here Endgeschwindigkeit bringen &#8211; so ca. 100 km\/h. Bei dieser Endgeschwindigkeit ist es dann sehr laut und sehr lange halten die Achsen und der Motor dann auch nicht. Bei 80 km\/h wird das Ganze aber ertr\u00e4glich. Eine zweite M\u00f6glichkeit ist der Einbau eines Splitgetriebes, welches die Drehzahl der Achsen erh\u00f6ht und damit ebenfalls zu einer h\u00f6heren Endgeschwindigkeit f\u00fchrt. Die Kosten liegen wohl so bei 4000 Euro und mehr f\u00fcr den Spa\u00df. Daf\u00fcr gibt es dann mehr G\u00e4nge \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4948\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_02.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_revier_02\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_02.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_revier_02-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sankra der Bundeswehr hat einen Kofferaufbau, welcher zwar keine Stehh\u00f6he hat aber sehr solide gebaut ist und auch sehr sch\u00f6n zum Unimog passt. Hier kann jeder seinen pers\u00f6nlichen Stil verwirklichen und sich seinen Ausbau zurecht zimmern. Stehh\u00f6he l\u00e4sst sich einfach durch ein Hubdach erzeugen, welches im Mittelteil statt der Luken eingebaut wird. Der Koffer hat hinten eine gro\u00dfe Doppelt\u00fcr und an der Seite eine Eingangst\u00fcr mit einer automatisch einklappbaren Treppe. Die Treppe bewegt sich solange, wie Luft im Kessel des Unimogs ist, danach ist Ruhe, es sei denn, man fixiert den Schalter mit einem einfachen Blech. Im Dach sind L\u00fcftungsklappen und ein gro\u00dfer und lauter L\u00fcfter eingebaut. Beides funktioniert aber sehr gut und wenn man ein Fliegengitter installiert, dann braucht es keinen Umbau. Der Koffer ist isoliert, sollte aber mit besseren Materialien neu ged\u00e4mmt werden. Viele rei\u00dfen die originalen Befestigungsschienen heraus, wohl wegen der W\u00e4rmebr\u00fccken aber ich finde sie sehr gut und habe dort viel befestigt. In der \u00dcbergangszeit von Winter zu Sommer gibt es schon mal Kondeswasser an den Schienen. Ist aber nicht so oft der Fall, dass ich dass jetzt als erstes \u00e4ndern w\u00fcrde. Die Fenster sind nicht isoliert, also muss man sinnvoll l\u00fcften, wenn man bei ung\u00fcnstigen Witterungsbedingungen campiert, um Schwitzwasser zu vermeiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Ausbau<\/h3>\n<p>Den Ausbau habe ich ausnahmsweise mal nicht selbst gemacht und ich finde, der Vorbesitzer hat sehr vern\u00fcnftige und durchdachte Arbeit geleistet und den Koffer gut ausgebaut. Kleinigkeiten kann man immer verbessern und jeder hat auch andere Sichtweisen. Ausger\u00fcstet ist der Koffer mit einem gro\u00dfen Bett 90&#215;200 cm, einer Sitzecke f\u00fcr 4 Personen , einer Sp\u00fcle, Platz f\u00fcr eine Kompressork\u00fchlbox und diversen Schr\u00e4nken. Neben einer Dieselheizung 4 kW kann ein Gaskocher aufgestellt werden. Das Frischwasser ist in 3&#215;30-Liter-Kanistern mit Pumpe untergebracht und als Klo gibt es ein Portapotti. Das mit den Kanistern ist etwas umst\u00e4ndlich, erm\u00f6glich aber das Bunkern unterschiedlicher Wasserqualit\u00e4ten. Eine Au\u00dfendusche gibt es auch, nat\u00fcrlich in kalt. Der Ausbau ist optimal f\u00fcr eine Person, bei zwei Personen muss man sich das Bett teilen oder ein Provisorium dazu schaffen. Zu zweit kann man aber sehr gut im Mog leben. F\u00fcr kurze Reisen geht es auch zu dritt. Auf dem Boden kann eine gro\u00dfe Isomatte zus\u00e4tzlich ausgerollt werden (195x75cm).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4945\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_01.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_innen_01\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_01.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Sitzgruppe, rechts Sp\u00fcle, unter den Sitzen sind Heizung und Natobl\u00f6cke<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4946\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_02.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_innen_02\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_02.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_innen_02-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>K\u00fcche mit Sp\u00fcle, Kompressork\u00fchlbox und Stauraum, hinten das Bett<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Das Fahren<\/h3>\n<p>Wer einmal Unimog gefahren ist, kennt das Gef\u00fchl \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Man sitzt sehr hoch, also ca. auf Augenh\u00f6he mit den anderen LKW-Fahrern und hat einen sehr guten \u00dcberblick. Schnell genug ist man mit so einem Teil allemal unterwegs, es sei denn, man steht auf z\u00fcgigere Fahrweisen. Dazu eignen sich dann andere Autos besser. Autobahnen meide ich m\u00f6glichst und ansonsten passt man trotz 2,30 m Breite \u00fcberall durch. Erstaunlich ist, dass ich auf die meisten PKW-Parkpl\u00e4tze passe, nur das Heck schaut dann etwas dr\u00fcber und links und rechts ist es etwas eng. Da die T\u00fcr sehr weit oben liegt, ist das aber meist kein Problem. Alle anderen Verkehrsteilnehmer nehmen sehr viel R\u00fccksicht &#8211; villeicht liegt es auch daran, dass sie ihr eigenes Auto schonen wollen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Auf allen Fahrten habe ich fast nur positive Resonanz bekommen, d.h., es hat sich niemand beschwert &#8211; im Gegenteil &#8211; viele Leute kommen und fragen etwas \u00fcber den Mog oder wollen ihn von innen sehen. In reinen Wohngebieten sieht das anders aus, falls man da \u00f6fter rumkurvt. Da nervt es den ein oder anderen schon.<\/p>\n<p>Es gibt kaum Wege, die man nicht befahren kann aber das ist bei so einem Gef\u00e4hrt ja irgendwie ersichtlich. Der Wendekreis ist erstaunlich gering, so dass Wenden in einem Zug auf normalen Stra\u00dfen mit Nutzung des seitlichen Gel\u00e4ndes fast immer m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Umbauten\/Ausbauten\/Kosten<\/h3>\n<p>Hier eine Aufz\u00e4hlung der meisten Um- und Einbauten. Nur f\u00fcr Umbauten sind mehr als 10.000 Euro in den Mog geflossen. Um einen BW-Unimog sinnvoll zu verwenden, kommt man immer in diese Regionen. Wer einen Koffer g\u00fcnstig erhalten kann &#8211; die normalen Preise bewegen sich zwischen 15- und 20.000 Euro, muss also noch mind. 10.000 Euro in die Hand nehmen, wenn er alles selbst ausbaut, um vern\u00fcnftig auf Reisen zu gehen. F\u00fcr Reparaturen sind bereits 8.000 Euro in das Auto investiert worden. Wartungsstau ist nicht vorhanden. Rost nat\u00fcrlich auch nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fahrzeug:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorgelegeentl\u00fcftungen an der Vorderachse (ca. 1000 Euro)<\/li>\n<li>Motorbremse (ca. 1000 Euro)<\/li>\n<li>2. Tank mit Umschaltung w\u00e4hrend der Fahrt (ca. 1200 Euro)<\/li>\n<li>Schallisolierung der Fahrerkabine (ca. 1000 Euro)<\/li>\n<li>andere Sitze in der Fahrerkabine inkl. Aufnahme (ca. 300 Euro)<\/li>\n<li>Zusatzscheinwerfer f\u00fcr Nah- und Fernbereich (ca. 300 Euro)<\/li>\n<li>Edelstahlauspuff (ca. 500 Euro)<\/li>\n<li>Sandbleche (400 Euro)<\/li>\n<li>Reserveradhalterung am Heck (ca. 500 Euro)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Koffer:<\/p>\n<ul>\n<li>Solaranlage 2&#215;100 Watt, Regler, Ladeger\u00e4t, 2x Natobl\u00f6cke 24V (ca. 1200 Euro)<\/li>\n<li>Webasto Dieselheizung 4 kW (ca. 1200 Euro)<\/li>\n<li>Kompressork\u00fchlbox (500 Euro)<\/li>\n<li>Frischwasser 3&#215;30 Liter, Sp\u00fcle (ca. 300 Euro)<\/li>\n<li>Sitzgruppe, Bett, Schr\u00e4nke, Licht 24V (ca. 1000 Euro)<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcberholungen\/Reparaturen:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorgelege vorn repariert (Vorg\u00e4nger)<\/li>\n<li>Vorgelege hinten abgedichtet<\/li>\n<li>neue Bremsscheiben vorn (Vorg\u00e4nger)<\/li>\n<li>352er Motor eingebaut mit rel. neuer Kupplung (siehe <a href=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/storys\/unimog-435-motorwechsel-om366a-auf-om352-5774\/\">Umbau<\/a>)<\/li>\n<li>Auspuff neu geschwei\u00dft<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4949\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_umbau_01.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_umbau_01\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_umbau_01.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_umbau_01-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Solaranlage auf der Fahrerkabine<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Wartung<\/h3>\n<p>Der Unimog ist ein Klein-LKW und dementsprechend intensiv ist auch der Wartungsplan. Wer nicht selbst schrauben kann, kommt da schnell an seine Grenzen. Auch wer selbst schraubt, wird einige Dinge umsortieren m\u00fcssen. Beim Mog ist alles eine Nummer gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4952\" src=\"http:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_bremsen_01.jpg\" alt=\"fahrzeuge_unimog_bremsen_01\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_bremsen_01.jpg 800w, https:\/\/www.vesab.de\/wpvesab\/wp-content\/uploads\/fahrzeuge_unimog_bremsen_01-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Bremsenwartung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong> nach 40.000km und 120 N\u00e4chten:<\/p>\n<p>Alles super und kann so bleiben. Einen Edelstahlwassertank hab ich geplant und ein zweites Bett bei der Sitzgruppe. Ansonsten gibt es wenig zu meckern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das etwas andere Wohnmobil Warum einen Unimog als Wohnmobil? Jetzt k\u00f6nnten tausend Ausreden kommen, von wegen, man kommt \u00fcberall durch usw. aber das ist es nicht. 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