Motoren Nikon F2

Hier der Teil II des Nikon-F2-Artikels (zu Teil I, Teil III)

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Nikon F2S chrome mit Nikkor 50/1.4, Motor MD-2 und Batteriepack MB-1

 

Motoren Nikon F2

Für die F2-Baureihe gab es insgesamt vier Motoren:

  • Motor MD-1
  • Motor MD-2 fast identisch mit MD-1
  • Motor MD-3 (preiswerte Variante)
  • Motor MD-100 für Nikon F2 HighSpeed I und II

 

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Nikon F2S Photomic mit Motor MD-2 und Batteriepack MB-1
Die Motoren der F2 sind robust, wenn man mit ihnen richtig umgeht. So einfach und ‚idiotensicher ‚ wie heutige Motoren sind sie nicht. Mitdenken war bei ihrem Einsatz angesagt, sonst quittierten sie irgendwann den Dienst.

 

Motoren MD-1 und MD-2

Die beiden Motoren waren weitgehend baugleich. Der MD-2 besitzt zusätzlich einen Kontakt an der Rückseite für die Stoprückwand oder anderes Zubehör. Die Stoprückwand verhinderte das Einziehen des Films in die Patrone beim Zurückspulen, was in der Dunkelkammer praktisch war.

 

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Nikon Motor MD-2 (auch schon gut benutzt)
Der Motor muss für den Betrieb auf die richtige Frequenz eingestellt werden, da er keine Rückmeldung von der Kamera über die Verschlusszeit bekommt. Wird an der Kamera eine lange Verschlusszeit gewählt, z.B. 1/30s, dann muss der Motor mindestens auf M1 gestellt werden (geht bis 1/8 dann). Die Frequenzen am Motor bedeuten:

  • L – 1,3 Bilder/s und maximal 1/4s Belichtungszeit
  • M1 – 2,5 Bilder/s und maximal 1/8s Belichtungszeit
  • M2 – 3,8 Bilder/s und maximal 1/60s Belichtungszeit
  • M3 – 4,3 Bilder/s und maximal 1/125s Belichtungszeit
  • H (mirror up) – 5 Bilder/s und maximal 1/125s Belichtungszeit und der Spiegel muss hochgeklappt sein

 

Der Schiebeschalter rechts neben dem Wahlrad kann nach oben geschoben werden (erst den kleinen Knopf eindrücken) und dann stellt sich der Bildzähler rechts daneben auf die Stufe S. Das S wird gewählt, wenn man einen neuen Film einlegt, ihn zurück spulen will oder wenn Doppelbelichtungen gemacht werden sollen. Man kann dann das kleine Drehrad unter der Skala eindrücken und eine Bildanzahl wählen, die der Motor maximal durchziehen soll. Dies ist auch sinnvoll, damit der Motor nicht gegen das Filmende mit vollem Schwung ankämpft und evtl. den Film abreißt oder die Perforation zerstört. Also nach dem Filmwechsel die maximale Bildanzahl dort einstellen. Beim Rückspulen auf S (nicht da S oben am Auslöser) stellen und dann den ganz linken Knopf eindrücken und gleichzeitig den Rückspulhebel nach rechts drehen. Der Hebel geht relativ schwer zurück in die Ausgangslage, also ordentlich drücken. Die Rückwand wird geöffnet, indem der Klapphebel ganz links hochgeklappt und nach links gedreht/gedrückt wird. Am Auslöseknopf kann man noch einstellen, ob Dauerfeuer oder Einzelschuss gewünscht wird. C ist die gesperrte Position.

 

Motor MD-3

Der MD-3 ist bedeutend einfacher aufgebaut. Die Bildzahl lässt sich ebenfalls einstellen und der Motor stoppt bei der Null. Eine Schnellrückstellung gibt es nicht. Doppelbelichtungen funktionieren über den Rückstellschieber. Einmal drücken und beim nächsten Mal wird nicht transportiert (funktioniert ja auch so ohne Motor). Der Motor schafft mit dem MB-1 und NC-Packs sogar 4 Bilder/s. Mit normalen Batterien des MB-2 sind es nur noch 2,5 Bilder/s, beim MB-1 mit normalen Batterien sind es 3,5 Bilder/s. Auch beim MD-3 muss man mit der Belichtungszeit aufpassen. Am Auslöser kann man zwischen B-2000 (Einzelbild) und X-2000 (Daauerfeuer). Bei C, also X-2000 muss die Belichtungszeit mindestens 1/80s betragen (deshalb das X), sonst kommt der Motor ins Stolpern.

 

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Nikon F2AS mit Motor MD-3 und Batteriepack MB-2

 

Der Motor ist nicht so schwer aber auch nicht so schön wie der MD-2, erfüllt aber seinen Zweck. Mit dem MB-2, welches nur 8 statt 10 Akkus (Mignon) verwendet, wird die Kombination noch einmal leichter.

 

 

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