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Das Arbeitswerkzeug für das Experiment – the leica as teacher

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Die Kamera – Leica MP

Bei dem Titel ‚The Leica as Teacher‚ bleibt mir ja keine Wahl – es muss eine Leica sein. Der Sinn, der dahinter steht: eine mechanische Leica kann man nach einem Jahr ohne nennenswerten Wertverlust wieder verkaufen.
Ich hatte die Wahl zwischen diversen Leicas: M3, M4-P, M5, M6, M6 TTL und MP. Die M3 passte mir nicht, wäre aber preiswerter gewesen (und schöner Sucher). Eine M4-P sagte mir schon mehr zu (keine Ahnung warum). Letztlich entschied ich mich für eine M6. Die TTL-Version war mir zu teuer. Die MP zog ich auf Grund des Preises überhaupt nicht in Betracht.
Im Laden hätte ich sie dann lieber nicht in die Hand nehmen sollen. Die MP ist schon ein faszinierendes Stück Technik. Heute bin ich froh, mich genau für diese Kamera entschieden zu haben. Die Nachteile, wie kleines Rückspulrad und ungeteilter Aufzugshebel sind für mich eher Vorteile. Die Innenmessung benutze ich so gut wie nie, so dass ich mit der Kamera ohne Batterie arbeiten kann. Hier mehr über die Leica MP.
Nachtrag August 2010: Die Innenmessung benutze ich nun doch, da der sw-Film sehr unkritisch gegenüber Fehlbelichtungen reagiert. Die Belichtungsmesser lasse ich jetzt meist zu Hause.

Nachtrag 2014: Meist nur noch Schätzung der Lichtsituation mit anschließender Prüfung. Meist liege ich nur eine halbe Blende daneben – egal ob gleißende Sonne oder Kerzenschein. Hätte ich nicht gedacht, dass man quasi zum wandelnden Belichtungsmesser mutiert.

 

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Leica MP (hier mit dem Summicron 50/2)

 

Für alle, die eine Leica MP noch nicht kennen, hier einige technische Informationen:

  • Kompakte Kleinbild-Messsucher-Systemkamera mit mechanisch gesteuertem Verschluss
  • Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL), selektiv bei Arbeitsblende
  • Manuelle Einstellung von Verschlusszeit und Blende und Abgleich mittels LED-Lichtwaage
  • Großer, heller Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxausgleich
  • Gummituch-Schlitzverschluss mit horizontalem Ablauf; extrem geräuscharm; mechanisch gesteuert
  • 1 s bis 1/1 000 s in ganzen Stufen, B für Langzeitaufnahmen beliebiger Dauer, 1 (1/50s) für Blitz- Synchronisation
  • Geschlossenes Ganzmetall-Gehäuse mit aufklappbarer Rückwand; Deckkappe und Bodendeckel aus Messing, schwarz lackiert
  • Maße (Länge x Tiefe x Höhe) 138mm x 38mm x 77mm; Gewicht 585g (alle Angaben aus der BA)

 

Das Objektiv

Für mich kam nur das Standardobjektiv in Frage. Fünfzig Millimeter Brennweite hatten es mir schon immer angetan. Schon an meiner ersten Kamera steckte die Normalbrennweite, was aber eher dem Mangel an Alternativen zuzuschreiben war. Für meine Nikon FM2 hatte ich mir damals ebenfalls ein hochgeöffnetes Fünziger gegönnt (50/1.2). Selbst an der 5D hat sich ein 50/1.2 eingefunden und es war auch dort meine Lieblingsbrennweite. Das Schöne an dieser Brennweite ist die Abwesenheit von effekthaschenden Bildwinkeln. Mit der Kamera erstand ich das Summicron 50/2, ein ausgezeichnetes Objektiv, welches meiner Meinung nach am besten zur MP passt. Ab und an fehlte mir jedoch die entscheidende letzte Blende und ich erstand zusätzlich das Summilux mit Blende 1.4. Beide Objektive gefallen mir sehr und ich werde sie weiterhin benutzen. An der MP benutze ich seit Mitte des Jahres ausschließlich das Summilux.

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Summilux 50/1.4 in Schwarzlack-Ausführung

 

Lichtmesser – Sekonic Studio und Minolta Autometer

Bei den Belichtungsmessern kann ich mich nicht entscheiden. Der Sekonic passt bedeutend besser zur Leica und ist schneller abzulesen, leider schwächelt er in dunklen Hinterzimmern. Da kann der Minolta glänzen und ist auch nur deshalb öfter mit dabei. Der Umgang mit dem Belichtungsmesser ist sehr einfach und effizient. Einmal das Umgebungslicht messen und danach die passende Blenden-Zeit-Kombination wählen. Ändern sich die Lichtverhältnisse, kurz nachmessen. Bisher hat das immer zufriedenstellend geklappt.

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Sekonic Studio und Minolta Auto Meter

 

Die Filme – Tmax 100 und 400

Nach etlichen Testfilmen habe ich meine Kombination gefunden: Tmax-Filme in ID 11-Entwickler. Die Tmaxe stecken Falschbelichtungen sehr gut weg und sind scharf und feinkörnig. Unterbelichtung vertragen sie nicht so gut. Das Korn des 400ers ist zwar klein aber dennoch sichtbar. Der 100er ist über alle Zweifel erhaben. Wenn möglich, setze ich nur den 100er Film ein.

Nachtrag 2012: Ich setze nur noch den Originalentwickler von Kodak ein.

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Tmaxe

 

 

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