Test UV-Lampen

Test UV-Lampen ab 365nm

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UV-Leuchtfarbe (Fingerabdrücke) an einem schwarzen Karton

 

UV-Lampen

Auf dieser Seite stelle ich einige UV-Lampen vor (wird erweitert), welche sich nicht nur für das Geocaching einsetzen lassen. Mittels UV-Licht kann man mit UV-Leuchtfarben versteckte Botschaften hinterlassen oder Spuren auffinden. Ersteres wird vor allem für Geocacher interessant sein. Die wenigen UV-Lampen auf dem deutschen Markt haben unterschiedliche Qualitäten und sind im Preisniveau weit gestreut.

 

Lampen im Testfeld

Folgende Lampen sind hier im Test vertreten:

  • ELECSA 1122 UV
  • Wolf Eyes Explorer UV
  • MR Chemie MR375PL
  • ARC -U (ARC-AAA UV)
  • Oregon Kombilampe

Alle Lampen spielen in einer anderen Liga und haben ihre Vor- und Nachteile.

 

ELECSA 1122 UV

Die Elecsa ist eine Lampe mit 21 LED’s aus chinesischer Produktion und die preiswerteste Lampe im Testfeld (ca. 18 Euro bei amazon.de). Leider wird der geringe Preis mit einer ebenso geringen Qualität erkauft. Die Lampe hatte schon nach wenigen Tagen erste Ausfälle in Form von einem Wackelkontakt. Die Verarbeitung ist nicht optimal, Grate und diverse andere Mängel sind nicht zu übersehen. Hier die Daten:

  • 21 UV-LED
  • Betrieb mit 3 AAA-Zellen
  • 35; 28 x 100mm (Kopfdurchmesser; Durchmesser x Länge)
  • Aluminium, silber eloxiert
  • Gewicht 124g (gemessen; inkl. Batterien)
  • spritzwasserdicht laut Hersteller
  • Laufzeit: keine Angabe

 

Der Hersteller wirbt mit dem Satz: „Diese LED-Taschenlampe zählt zu den genialsten Taschenlampen die der Markt derzeit zu bieten hat.“ ;))
In das mitgelieferte Holster passt die Lampe keinesfalls sinnvoll hinein.

 

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glänzt durch Silbereloxat und schlechte Verarbeitung

 

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die 21 UV-LED

 

Fazit: Nach einigen Tests bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass diese Lampe ein eindeutiger Fehlkauf war. Schade um die 18 Euro. Das Licht der Lampe geht stark in den sichtbaren Bereich und überstrahlt vor allem kleine Spuren. Sind die Spuren großzügig und eindeutig gelegt, kann man die Lampe verwenden. Dabei muss man mit ihr aber vorsichtig umgehen, um etwas länger Freude daran zu haben.

 

Wolf Eyes Explorer UV

Die Wolf Eyes Explorer spielt in einer ganz anderen Liga (ca. 140 Euro bei flashlightshop.de). Die Verarbeitung ist sehr gut und die Lampe hat den Vorteil der Universalität. Neben dem normalen Licht kann die Lampe auf UV-Licht umgeschaltet werden, man braucht also nur eine Lampe mitzunehmen. Hier die Daten:

  • 12 UV-LED + Cree R2 LED (230 Lumen laut Hersteller)
  • Betrieb mit Akku LRB 168A
  • 42; 25,4 x 149mm (Kopfdurchmesser; Durchmesser x Länge)
  • Flugzeugaluminium, hart anodisiert (HA III)
  • Gewicht 226g (gemessen; inkl. Akku)
  • wasserdicht (IPx8) laut Hersteller
  • Laufzeit: ca. 110 min mit weißer LED unter Volllast

 

Der Lampe wird mit Lanyard, Ladegerät und einem Akku geliefert.

 

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gut verarbeitet und handlich

 

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die 12 UV-LED und die eine weiße LED (Cree R2)

 

Fazit: Wer nicht unbedingt ’saubere‘ 375 oder 365nm UV-Licht benötigt, findet hier eine sehr gute und universelle Lampe.

 

MR375PL von MR Chemie

Die MR375PL hat sehr spezielle Vorzüge. Das UV-Licht hat nur einen geringen Anteil an sichtbarem Licht und kann damit auch kleinste Spuren auffindbar machen. Die verwendeten LED’s sind speziell vermessen (bzw. selektiert) und jede Lampe hat dadurch eine eigene Seriennummer. Der hohe Aufwand schlägt sich natürlich im Preis nieder (149 Euro bei mr-uv.de). Dafür kann die Lampe auch im wissenschaftlichen und forensischen Bereich verwendet werden. Wer also weitergehende Interessen hat, ist mit der Lampe gut bedient. Der Kunststoff ist in der kalten Jahreszeit einfacher anzufassen. Hier die Daten:

  • 7 UV-LED (vermessen bzw. selektiert, 375nm)
  • Betrieb mit AA-Zellen
  • 42; 35 x 149mm (Kopfdurchmesser; Durchmesser x Länge)
  • Kunststoff, teilweise gummiert, Kopf gummiert
  • Gewicht 176g (gemessen; inkl. Batterien)
  • wasserdicht laut Hersteller
  • Laufzeit: ca. ?

 

Der Lampe wird mit Lanyard geliefert.

 

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gut verarbeitet und wasserdicht

 

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die 7 selektierten UV-LED’s

 

Fazit: Hell genug und kaum sichtbare Lichtanteile. UV-Materialien lassen sich so sehr gut erkennen. Sehr gut verarbeitet.

 

ARC-AAA UV (ARC-U)

Die kleine ARC kann man schnell übersehen 😉 Die Lampe ist sehr klein, aber auch sehr gut verarbeitet. Mit einem kleinen Dreh wird sie eingeschaltet. Angefeuert wird sie mittels AAA-Zellen. Die kleine LED ist natürlich nicht sehr leistungsfähig, aber für viele Fälle wird die Lampe trotzdem ausreichend sein. Made in USA. Hier die Daten:

  • 1 UV-LED Nichia NSPU510CS (375nm)
  • Betrieb mit AAA-Zelle, geregelt (DC/DC-Wandler)
  • 12,8; 13 x 72mm (Kopfdurchmesser; Durchmesser x Länge; gemessen)
  • Aluminium 6061, hart anodisiert (HA-III)
  • Gewicht 24g (gemessen; inkl. Batterien)
  • wasserdicht bis 100m (laut Hersteller)
  • Laufzeit: 5h bei 50% (laut Hersteller)

 

Die Lampe wird mit einem Schlüsselring und einem Clip geliefert.

 

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glänzt durch HA-III-Anodisierung und sehr gute Verarbeitung

 

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die UV-LED

 

Fazit: Eine sehr schöne und leichte Lampe. Wenn nicht viel Reichweite benötigt wird, eindeutig zu empfehlen. Das Licht hat nicht zu viel sichtbare Anteile. Der Reflektor ist nur aus dem Alu herausgedreht. Eine Immerdabei-Lampe 😉 Hat sich mittlerweile sehr bewährt.

 

Omegon Schwarzlicht Kombilampe

Die relativ große Omegon ist mit einer UV-Leuchtstoffröhre bestückt. Zusätzlich sitzt an der Frontseite eine kleine Lampe mit Linse eingebaut. Leider sind beide lampen nicht wirklich hilfreich. Die UV-Lichtleistung reicht bei abgeschirmten Verhältnissen noch gerade so zum Geldscheinprüfen. Die Verarbeitung ist grottig, der Batterieverschluss ist primitiv und hakte sehr stark. Hier die Daten:

  • 1 UV-Leutstoffröhre
  • Betrieb mit AA-Zellen (4 Stück)
  • cm
  • Gehäuse Kunststoff
  • Gewicht ?g
  • nicht wasserdicht oder wassergeschützt
  • Umschalter UV-Lampe-AUS

 

Die Lampe wird ohne Zusätze geliefert.

 

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Omegon Schwarzlicht Kombilampe

 

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die kleine Zusatzleuchte

Testreihen

1. Test mit UV-Licht und UV-Emulsion (MR Chemie)

Hier die ersten Test- und Vergleichsbilder. Weitere werden demnächst von allen Lampen und Materielien folgen.

 

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schwarzer Testkarton mit bereits aufgebrachten UV-Zeichen

 

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hier ein Beispiel mit der Wolf Eyes Explorer

 

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hier ein Beispiel mit der MR375PL

 

Man kann deutlich die Unterschiede zwischem ’sauberen‘ UV-Licht und dem UV-Licht mit sichtbaren Anteilen erkennen. Auf beiden Bilder ist jedoch die Kennzeichnung eindeutig sichtbar.

 

2. Test mit UV-Licht und UV-Stift edding 8280

In diesem Test werden vier Lampen mit dem UV-Stift edding 8280 getestet. Die aufgebrachten Kennzeichnungen sind mit allen Lampen relativ gut zu erkennen. Beste Erkennbarkeit ist immer im Dunkeln gegeben. Im Nahbereich gibt es auch Überstrahlungen, die aber kein wirkliches Problem sind. Lediglich auf weißem Papier hat der Stift Probleme. Durch die Aufheller im Papier (auch sehr UV-empfindlich) hebt sich die Schrift nur schlecht ab. Hier sind die Lampen mit wenig sichtbarem Licht im Vorteile (ARC und MR Chemie).

 

In den nachfolgenden 3 Bildern sind die Gegenstände im ersten Bild bei normaler Zimmerbeleuchtung aufgestellt. Die Kennzeichnungen sind bereits mit dem UV-Stift aufgebracht. Auch auf dem Papier im Hintergrund ist eine Kennzeichnung im linken Feld.

 

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verschiedene Gegenstände mit UV-Kennzeichnungen

 

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beleuchtet mit WE Explorer UV und MR375PL (helle allgemeine Beleuchtung)

 

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beleuchtet mit WE Explorer UV und MR375PL (gedimmte allgemeine Beleuchtung)

 

Die nachfolgenden Bilder zeigen den Titanbecher, angeleuchtet mit 4 verschiedenen Lampen. Der Raum hatte etwas Resthelligkeit, so dass alles zu erkennen war. Die Belichtung wurde zwischenzeitlich nicht verändert, dadurch sind bei den starken Lampen Überstrahlungen zu sehen. Nimmt man die Lampen zurück, sind die Kennzeichnungen ohne Überstrahlungen zu sehen. Einzig bei Papier mit hohem Aufhellergehalt gibt es Probleme mit starken Lampen.

 

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der Titanbecher ohne UV-Licht

 

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angeleuchtet mit der ARC-AAA UV

 

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angeleuchtet mit der WE Explorer UV

 

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angeleuchtet mit der MR375PL

 

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angeleuchtet mit der ELECSA 1122 UV

 

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Geldscheinprüfung mit Arc/MR Chemie/WE/Elecsa

 

 

 

  2 comments for “Test UV-Lampen

  1. Rüdiger Andres
    13. Februar 2015 at 13:01

    im Artikel sind Bezeichnungsfehler, denke ich
    MR375PL ist als Gerät vorgestellt. Unter den unteren Beispiel-Testbildern ist aber öfter eine MR 275 PL erwähnt. Wie das?
    schöne Grüße
    Rüdiger Andres

    • vesab
      14. Februar 2015 at 2:08

      Ja das stimmt – danke für den Hinweis! Ist natürlich immer die 375.

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