Bootswagen bauen

alte Version: V 1.3 vom 12.07.10 letzter Update 15.10.12 ©2010

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tragen statt rollen ist anstrengend

 

Warum einen Bootswagen selbst bauen?

Der Urlaub stand wieder an und ich hatte vergessen den Bootswagen zu besorgen. Ally und Co. wiegen beladen doch ein Menge und beim Umtragen werden immer die Arme lang. Also sollte schnell noch ein Bootswagen her. Ein Gebrauchter hätte ausgereicht aber die Zeit drängte schon. Schnell die üblichen Verdächtigen im Internet aufgesucht und dann über die Preis gestaunt. Ein guter Bootswagen kostet über 100 Euro, die Salzwasserversion in V2A 150 bis 250 Euro. Entschluss stand relativ schnell fest: ab in den Keller, da liegen noch diverse Edelstahlreste herum und die Räder könnte ich ja vom Beachrolly nehmen, denn beide Teil brauche ich nicht gleichzeitig.

 

Was braucht man zum Selbstbau?

Ich brauchte nur den Keller aufzumachen, es fand sich alles an. Wenn ich die Sachen eingekauft hätte, wäre die Form etwas schöner geworden und evtl. auch ein wenig leichter – ich musste aber nehmen was da war (das Bestellen hätte zu lange gedauert). Folgende Maschinen und Materialien braucht man zum Bau:

  • Lufträder ca. 26cm Durchmesser mit oder ohne Kugellager (Achsloch hat meist 20mm Durchmesser)
  • Edelstahlrohr und/oder Flacheisen in ausreichender Menge (ein Rohr mit 20mm Durchmesser muss dabei sein = Achse)
  • 2 Befestigungsclips für die Räder, etwas Tape und härteren Schaumstoff (z.B. Evazote)
  • Trennschleifer, Schweißgerät, Bohrmaschine, was zum messen

 

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Ich benutze immer das Lorch HT180 (hier war es noch neu).

 

Der Bauablauf 😉

Man braucht ein paar Stunden, je nachdem, wie kompliziert das Gestell ausfallen soll. Am besten vorher eine Skizze machen, dann kann man das Material mit einem Mal zuschneiden. ich war zu faul und hab einfach drauf los gebastelt (so soeht’s dann auch aus). Leider hatte ich nur 16cm 20mm-Rohr, so dass ich die Achse als Achsstummel ausführen musste. Dafür hatte ich nun mehr Bodenfreiheit 😉

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Achsen passend schneiden

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restliches Material ablängen

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Achsstummel heften

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restliches Material schweißen

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Der Bootswagen ist fast fertig.

Restarbeiten

Nach dem Schweißen und Bürsten (Edelstahl mit der Bürste oder Schleifmatte nachbehandeln) muss noch der Träger etwas entschärft werden. Ein wenig Schaumstoff und Tape und schon ist Auflage bootsgerecht. Eine Stoffhängematte kommt noch dazu, so dass das Boot überall gut aufliegt.

 

Transport

Der Bootswagen lässt sich im Boot gut verstauen, weil er sehr schnell auseinander gebaut werden kann. Die Auflagen sind nur gesteckt, halten aber durch einen Gurt trotzdem und passen sich so besser der Bootskontur an und die Räder sind auch in ein paar Sekunden abmontiert. Auf- und Abbau schafft man in einer Minute.

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Komplett zerlegt passt er in meine Boote.
Ich denke, der Wagen schafft mehr als 100kg und werde demnächst genug Gelegenheiten haben ihn auszuprobieren. Die Testbilder folgen hier…

 

Nachtrag November 2010

Habe den Bootswagen im Sommer 2010 ausführlich getestet.
Musste noch eine Verlängerung (wie eine Deichsel) anbauen, damit der Wagen in der Spur bleibt. Sonst hat er sich immer verdreht.
Mit der Deichsel hat er hervorragend mit dem Ally und dem Schlauchboot funktioniert. Selbst bei voller Beladung des Bootes (mit ca. 60kg) ging alles gut.

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hier ist das Luftboot Outside oben drauf…

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hier unter dem Ally

Hier sieht man schön die Deichsel – sie ist ca. 70 cm lang und wird einfach mit zwei Schrauben festgeschraubt (nur lose – reicht völlig). Die Deichsel wird ebenfalls mit einem Gurt gesichert.

 

 

Nachtrag 2014

Alles noch in Ordnung – der Bootswagen hat sich weiterhin bewährt.

 

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