Notkocher Übersicht

Welche Notkocher gibt es?

Letzte Aktualisierung 04.10.2022

 

Meine Ausrüstung ist hier zu finden: Ausrüstungsliste mit Links

Hier das aktuelle Video zu diesem Blogbeitrag:

 

Wozu braucht man einen Notkocher?

Leider ist die Versorgungslage auf dem Land nicht das was man sich  im Jahre 2016 wünscht (Nachtrag: in 2022 auch nicht besser). Die letzten Jahre gab es mindestens 6 (bis 2022 weitere 6) von mir selbst registrierte Stromausfälle und bei dreien lief der Holzvergaser, was zu ziemlichen Problemen führt, denn ein Holzvergaser ohne Strom läuft halt nicht einfach weiter und im Inneren brennen fröhlich die großen Holzscheite. Was passiert, wenn der Strom weg ist? Das Kochen funktioniert natürlich in den meisten Fällen auch nicht und daher muss etwas für den längerfristigen Stromausfall her.

Ich habe in der Vergangenheit sehr viele Kocher getestet und verschiedene Messwerte aufgenommen (Leistung, Verbrauch, Lautstärke usw.). Insgesamt bisher von 42 Kochern.

 

Anforderungen an den Notkocher

Die Kocher sollte folgende Parameter aufweisen:

  • funktioniert ohne Strom
  • Brennstoff lässt sich einfach lagern
  • einfache Inbetriebnahme und Bedienung
  • ungefährlicher Betrieb
  • möglichst regelbar
  • nicht brandgefährlich

Leider lassen sich diese Parameter bei einem Notkocher nur selten einhalten. Man muss also Kompromisse eingehen.

 

Arten von Notkochern

Wie im obigen Bild zu sehen, gibt es folgende Arten von Notkochern:

  • Gaskocher
  • Flüssigbrennstoffkocher
  • drucklose Kocher
  • Kochstellen

Diese Möglichkeiten sind unterschiedlich gut und auch unterschiedlich gefährlich beim Betrieb (dazu weiter unten).

 

Kochstellen

Wer Glück hat, besitzt bereits eine echte Kochstelle, wie z. B. eine Küchenhexe, einen Kamin mit Kochmöglichkeit oder einen echten Gasflaschenherd. Das sind alles Notkochstellen, die perfekt funktionieren, denn sie haben auch einen abgenommenen Abzug und lassen sich weitgehend ungefährlich und auch noch komfortabel betreiben. Meist heizen sie den Raum auch noch. Leider werden die wenigsten Menschen so eine Kochstelle besitzen oder können sie sich nachträglich einbauen lassen.

Ein Zeltofen oder ähnliche Bauweisen haben ebenfalls einen Abzug, welcher aber provisorisch nach außen geführt werden muss. man kann z.B. ein Fenster durch eine Blechplatte ersetzen und dort einen kleinen Abzug nach außen legen. Im Zelt (wenn es dafür zugelassen ist) funktioniert das natürlich auch sehr gut. Im Notfall kann man damit auch gut kochen. Man muss nur dafür sorgen, dass der Abzug auch funktioniert und auch genügend Zuluft vorhanden ist, damit es kein Problem mit Kohlenmonoxid (CO) gibt.

 

Drucklose Kocher

Drucklose Kocher können einfache Spirituskocher oder Petroleumkocher sein, die gut funktionieren und auch sicher bedienbar sind. Natürlich brennt hier der flüssige Brennstoff offen und man muss die entsprechende Vorsicht walten lassen und darf den Kocher nicht umkippen. Auch das Nachfüllen darf nur erfolgen, wenn der Kocher abgekühlt ist. Die Leistung der drucklosen Kocher ist nicht sehr hoch und man muss auch mit Ruß leben. Drucklose Kocher sind auch:

 

  • Notkocher mit Brennpaste
  • Esbit-Kocher mit Trockenbrennstoff
  • Hobo-Kocher (nur für den Außeneinsatz)

 

Diese Kocher sind für den Indoor-Bereich eher nicht geeignet (bis auf den Brennpaste-Kocher) und haben eine geringe Leistung.

Zu den Spirituskochern gibt es bereits einen Beitrag auf diesem Blog: Outdoor-Kocher Teil 4/5

 

Gaskocher

Gaskocher sind gut geeignet im Notfall. Man kann sie sicher bedienen und sie lassen sich auch gut regulieren, wenn keine Flüssiggaseinspeisung vorliegt. Dafür funktionieren Kocher mit Flüssiggaseinspeisung auch bei großer Kälte, was in einer Wohnung eher nicht der Fall ist. Gaskocher sollten mit abgesetzter Kartusche betrieben werden können, denn dann sind sie deutlich standfester und die Kochtöpfe stehen nicht in luftiger Höher. Die Topfauflagen sollten ebenfalls schön groß sein. Gut geeignet sind die flachen rechteckigen Notkocher, welche sehr preiswert in großer Auswahl auf dem Markt vorhanden sind und zwischen 20 und 50 Euro kosten. Die Kartuschen haben eine zylindrische Form (fast wie Flaschen) und sind ebenfalls preiswert.

Zu den Gaskochern gibt es bereits Beiträge hier auf dem Blog:

 

Flüssigbrennstoffkocher

Diese Kocher sind leistungsfähig, benötigen aber eine genaue Kenntnis, sind nicht leicht zu starten und auch nicht ungefährlich. Sie sind also nur für Kenner der Materie zu empfehlen. Die Kocher müssen beim Starten mit flüssigem Brennstoff (z.B. Petroleum) vorgewärmt werden und rußen dabei meistens. Auch die hohen Flammen sind beim Start nicht zu verachten. Es gibt nur wenige Kocher, die beim Start nicht rußen, wie z.B. der GigaPower und der Soto Stormbreaker, beide aus Japan. Im nachfolgenden Bild kann man eine Vorwärmflamme vom Soto Stormbreaker sehen, welche nicht sehr hoch ist und auch nicht rußt.

Zu diesem Kocher gibt es bereits ein Video auf meinem Kanal:

Es gibt bereits einen Blogbeitrag zu diesen Kochern: Outdoor-Kocher Teil 3/5

 

Weitere Videos findet ihr in dem oben genannten Video und in den Beiträgen zu den Outdoorkochern:

 

Windschutz

Durch einen Windschutz kann man fast 50 % Brennstoff sparen, wie ich im folgenden Video aufzeige:

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