Funk-Masthalterung klappbar

Auto-Masthalterung klappbar für eine Amateurfunkantenne

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Masthalterung beim Einsatz

 

Hinweis 1: Die Bauanleitung ist weiter unten.

Hinweis 2: Es gibt auch eine feststehende Variante am Landrover.

Hinweis 3: Ganz unten ist eine Einfachvariante für die Wiese (Erdspießhalter).

 

Was ist das für eine Halterung?

Um schnell eine Verbindung aufzubauen ist es manchmal notwendig einen Mast einzusetzen.
Gerade im KW-Bereich spielen Drahtantennen eine große Rolle, z.B. Dipole. Aber auch Vertikalantennen können oben am Mast angebracht werden und haben dadurch eine viel bessere Wirkung (Reichweite). Meist muss der Mast mehrfach abgespannt werden und das Aufstellen dauert ein wenig. Für meine Kunststoffmasten habe ich mir daher eine klappbare Masthalterung geschweißt. Diese wird einfach vor ein Autorad gelegt und man fährt dann darauf um sie zu fixieren. Bei Windstille reicht diese schon. Wenn es windiger ist muss ich einmal in der Mitte abspannen. Nur bei Starkwind muss ich auch oben noch abspannen.

 

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QSL-Karte aus den USA

 

Aufbau

Zuerst fahre ich über die Halterohre (sind hinten mit einem Flacheisen verschweißt). Der Masthalter muss dazu umgelegt werden. In diese Richtung muss die Antenne Platz haben, denn sie liegt dann erst einmal komplett auf dem Boden.

 

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Masthalterung umgeklappt und mit Vorderrad fixiert

 

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Antennmast eingesteckt

 

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Antenne (hier ein Eigenbau-Dipol) wird an der Spitze befestigt

 

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Mast wird aufgestellt und durch Hölzer fixiert und gesichert (Bolzen)

 

Bauanleitung

Die Halterung lässt sich relativ einfach aufbauen – man muss nur darauf achten, dass die verwendeten Materialien groß genug dimensioniert werden.

 

Werkzeug

 

  • Material

  • Stahl oder Edelstahl (auch Reste genügen), flach oder rund
  • etwas Hartholz für das Verkeilen
  • Bolzen, Schrauben mindestens M10
  • ein Rohr, welches genau zum Mastdurchmesser passt (möglichst wenig Spiel!) – hier z.B. einfaches Stahlrohr, besser ist Edelstahlrohr, da es nicht lackiert werden muss

 

Aufbau

Es folgen nun Bilder mit den Erläuterungen:

 

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Grundrahmen schweißen – eine Seite muss ein Flacheisen sein für den weiteren Aufbau

 

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Rohrhalter schweißen, auf das Flacheisen setzen und ein schräge Abstützung anbringen. Eine Seite des Rohrhalters ist offen, damit man den Mast umkippen kann. Die andere Seite des Rohrhalters darf nur ganz unten und ganz oben verbunden werden, damit das Rohrende ausschwenken kann. Zwei Löcher für die Führungen des Mastrohres bohren – das untere Loch ist zum Kippen des Mastrohres, das obere für die Fixierung des Erdankers. Zwei kleine Halter außen am Rohrhalter anschweißen um bei aufgestelltem Mast diesen gegen Umfallen mit einem Bolzen fixieren zu können. Vorne sieht man den Erdspieß, der beim Transport umgeklappt werden kann – festschweißen geht auch. Der Erdspieß verhindert ein Wegdrehen der gesamten Konstruktion und sollte, wenn er in der Erde steckt mit zwei Schrauben fixiert sein (mach ich aber auch nicht).

 

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Hier eine andere Ansicht, auf der die beiden kleinen Halter und die Öffnung deutlich zu sehen sind.

 

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Das Mastrohr wird unten mit einem Quersteg aus Flachstahl stabilisiert und darauf wird ein Stück passendes Rohr als Drehhülse geschweißt. Man kann auch den Mast durchbohren, sollte dann aber trotzdem eine Hülse einschweißen, weil die Kräfte manchmal ganz schön groß werden durch den langen Antennenhebel.

 

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Hier sieht man den Erdspieß in Funktion. In das untere Loch gehört noch eine Schraube, die den Spieß fixiert.

 

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Mit kleinen Harthölzern wird die senkrechte Position des Mastes ausgerichtet, da man nie auf einer exakt geraden Fläche aufbauen kann (hier ohne Erdspieß).

 

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Hier beim Einsatz während eines Contest.

 

Bei Wind sollte der Mast natürlich öfter abgespannt werden. Viel Spaß beim nachbauen!

 

Einfache Alternative für die Wiese

Mit einem Winkelstahl (hier Edelstahl), auf dem oben eine Platte aufgeschweißt wurde (zum einschlagen) lässt sich der Mast auf der Wiese relativ einfach mit Kabelbindern fixieren. Die Masthalterung muss aber unbedingt mit drei Schnüren und Häringen abgespannt werden. Einfach Löcher in den Stahl bohren und mit Karabinern die Schnüre einhängen.

 

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hier mit einem ATU am Mastfuß

 

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klappt auch im Winter bei gefrorenem Boden

 

vy 73 Tom

 

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