Fotoexkursion mit Kanu Grabner Outside

 

auf dem Carwitzer See im Grabner Outside

 

Im Kanu fotografieren

Fotografieren in der Natur bedingt ja auch oft ein Stativ und lange Belichtungszeiten. Wer Wildtiere fotografiert muss da schon kürzere Verschlusszeiten nutzen und wer keinen festen Boden unter den Füßen hat, ist besonders darauf angewiesen, da sich alle Bewegungen potenzieren. Hier geht es um die natur- und Tierfotografie aus einem Kanu heraus. Was nutze ich dafür und wie komme ich damit zurecht?

 

angelandet an einer Insel

 

Das Kanu

Das verwendete Kanu sollte möglichst stabil sein, denn im Wasser muss mit der kompletten Ausrüstung gearbeitet werden können. ich wechsele die Kameras und Objektive und starte auch die Drohne im Wasser und mache mit der Actioncam Aufnahmen. Also sollte man Bewegungsfreiheit haben und immer an die Ausrüstung herankommen. Am besten sind dafür Kanadier geeignet – wer Ahnung hat vom Paddeln kommt aber auch mit einem Kajak zurecht. Ich benutze ein Luftboot von Grabner dafür, das Expeditionskanu Outside, denn es hat gleich mehrere Vorteile für meine Wildtierfotografie:

  • sehr sichere Lage auf dem Wasser
  • kippstabil
  • hohe Beladungskapazität
  • sehr geräumig
  • unsinkbar (es sei denn alle 3 Kammern werden zerstört)
  • gutmütig im Handling
  • gute Anbaumöglichkeiten für Stative
  • im Auto transportierbar
  • schneller Auf- und Abbau

 

Milan auf einer Insel – aufgenommen mit Sony Alpha 9 + FE 100-400/4.5-5.6 GM + 2x Konverter

 

Problem Wasser

Da die komplette Ausrüstung mit auf das Wasser genommen wird, sollte man sich hier Gedanken machen, was passiert, wenn man umkippt oder etwas ins Wasser fällt. Da die Ausrüstung meist teuer ist, wird der Verlust sehr hoch sein, also sollte man sich des Risikos bewusst sein. Die folgenden Tipps solltet ihr beherzigen:

  • dicke wasserdichte Packsäcke bzw. Packtaschen benutzen (z. B. von Ortlieb)
  • mehrere Taschen verwenden zur Risikominimierung
  • alleine paddeln – Bewegung der 2. Person wird vermieden – besser zwei Boote nehmen, wenn zu zweit
  • ruhige Stellen zum Auspacken suchen (wenn möglich)
  • Paddel sichern – das Paddel kann Ausrüstung ins Wasser reißen, wenn es wegrutscht
  • alles immer grundsätzlich anbinden
  • evtl. wasserdichte Gehäuse nutzen – wenn vorhanden
  • Versicherungen abschließen gegen Wasserschäden

 

abends auf dem Dreetzsee

 

Das Video

Ich habe zu dieser Exkursion ein Video auf meinem YT-Kanal hochgeladen:

 

Hier das Video auf meinem Youtube-Kanal

 

Die Ausrüstung

Die Ausrüstung wähle nach den möglichen Tierarten und nach dem Exkursionsgebiet aus. Neben der Fotoausrüstung ist dann noch meine Filmausrüstung und die Drohne dabei. Natürlich auch das ganze Zubehör für das Kanu. Nicht den Sonnen- und Mückenschutz vergessen, sonst gibt es böse Überraschungen. Auch Getränke und etwas zu essen muss ausreichend dabei sein. Die Wettervorhersagen ebenfalls beachten.

 

diese komplette Fotoausrüstung muss in das Kanu + Kanuequipment

 

Hier meine persönliche Ausrüstung für diese Tour (die Links führen zu Amazon, wenn nicht anders angegeben):

 

Ihr seht, es ist eine ziemlich umfangreiche Ausrüstung. Das meiste davon passt in den Gitzo-Rucksack und diesen stecke ich wiederum einfach in einen großen Packsack. Das hat sich bewährt:

 

Rucksack Gitzo

 

Fotografie vom Kanu aus

Das Fotografieren vom Kanu sollte möglichst bei ruhigem Wasser erfolgen – je ruhiger das Kanu liegt, desto weniger Bewegungsunschärfe kommt zusätzlich vom Kanu. Wenn man irgendwo anlanden kann, sollte man dies tun, denn an Land ist es deutlich einfacher. Ansonsten natürlich kurze Verschlusszeiten wählen – möglichst die sonst empfohlenen Verschlusszeiten noch einmal halbieren. Ich nutze bei 800 mm Brennweite Zeiten ab 1/2000 sec. Darunter wird es meist unscharf. Also bei gutem Licht rausfahren, sonst hat es wenig Sinn.

 

 

Ich baue ein Stativ in mein Kanu – dazu stelle ich es nicht ausgezogen auf den Kanuboden und fixiere es mit einem Spannband an den Seiten des kanus. Dadurch wird das Stativ nach unten gedrückt und ist sehr stabil mit dem Kanu verbunden. Wenn man nun das Kanu auf eine Sandbank setzt, hat man einen relativ guten Stand. Das Stativ kann man aber auch ins flache Wasser stellen – das ist eine optimale Lösung. Wenn man Vögel fotografiert, sollt man sich langsam herantreiben lassen – das Paddeln verscheucht viele Vögel sonst. Natürlich muss man die lokalen Vorschriften beachten, was den Naturschutz angeht aber das versteht sich von selbst.

Die Drohne starte ich aus der Hand und lande sie auch so – das kann man üben und das klappt auch gut. Man muss nur die unteren Sensoren austricksen und beim Landen die Hand schnell unter die Drohne bewegen, sonst hat sie nach oben ab.

Bei Wechseln der Ausrüstung die unbenutzten Sachen immer wieder wasserdicht verpacken, damit im Schadenfalle nicht alles den Bach heruntergeht.

 

Viel Spaß bei euren Touren!

 

Hier ein Video zu meinem Grabner Outside Luftboot:

 

Hinweis:

In diesem Beitrag werden interne und externe Links verwendet. Interne Links führen auf meine eigene Website und sind nicht näher gekennzeichnet. Externe Links zu Amazon sind mit einem zusätzliche Hinweis gekennzeichnet. Wer Produkte über diese Links bei Amazon erwirbt zahlt nicht mehr aber ein kleiner Teil des Erlöses kommt mir zugute. Vielen Dank für die Nutzung!

 

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